Auch nur ein Gefühl

melancholieUnser Gespräch über Melancholie lässt mich nicht los. Ich denke an deine Angst vor dieser Jahreszeit. Herbst und Winter, die das Melancholische in dir wecken und all das hervorholen, was der Sommer so gut in Zaum gehalten hat. Trostlosigkeit, Grübeln, Sorgen, Dunkelheit – all das verbindet sich für dich und mündet in diesem nicht greifbaren Wort Melancholie.

Und ich weiß nicht, warum ich keine Angst davor habe, warum ich daran denke, dass Melancholie ein bisschen wie Melodie klingt, warum ich das Wort Gram schrecklich finde und es für mich in keiner Verbindung dazu steht. Warum ich Melancholie nicht weniger schwer oder leicht finde wie andere Gefühle. Selbst Freude kommt und geht. Beides ist Leben, ist Teil von mir. Darf sein.

Und ich weiß nur, dass ich mich darauf freue, mit dir traurig-fröhlich-melancholische Gedichte zu lesen und Tee zu trinken. Draußen stürmt es, der Regen peitscht gegen das Fenster und wir kuscheln uns aneinander und wir fühlen uns sicher. Wir spüren das Leben, wissen um seine Vergänglichkeit, suchen sein Geheimnis. Und alles ist in Ordnung.

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